Rosen schneiden nach der ersten Blüte

Eine englische Redewendung besagt, dass die Rosenschere die schönsten Rosen macht und auch das beste Mittel gegen Rosenkrankheiten ist. Generell dient ein fachgerechter Rosenschnitt der Bildung möglichst vieler Triebe, er erhöht die Blühfreudigkeit und trägt dazu bei, einen zu hohen Wuchs und eine Verkahlung der Basis zu vermeiden. Nach dem Rosenschnitt im Frühjahr, den man etwa dann vornehmen soll, wenn die Forsythien blühen, ist auch ein zweiter Schnitt nach der ersten Blüte wichtig. Dabei wird allerdings nicht so viel zurückgeschnitten wie beim Frühjahresschnitt. Verblühte Rosen schneidet man bis zum nächsten, vollausgebildeten Blatt mit fünf Blättern zurück. Auch ein leichtes Einkürzen von allzu langen Zweigen ist empfehlenswert.

Nach der Blüte im Sommer ausgelichtet sollen auch einmalblühende Kletterrosen werden, wobei abgeblühte Seitentriebe gestutzt werden können. Einige Rosenarten bilden oft im Sommer sehr lange Neutriebe, welche auf eine Länge von etwa 20 Zentimeter zurück geschnitten werden sollen. Eine besondere Behandlung - was den Schnitt betrifft - benötigen einmalblühende sogenannte alte Rosen. Bereits im Frühsommer, sobald die Knospen aufgebrochen sind, schneidet man die Triebe ohne Knospenbildung bis zur Höhe der Blüten zurück. Diese sogenannten vegetativen Triebe werden im späten Sommer erneut bis auf Blütenhöhe zurückgeschnitten.

Es ist also kein Filmklischee, wenn die Dame des Hauses - oder auch der Herr - mit Blumenkorb und Gartenschere durch den Rosengarten geht und die verblühten Rosen zurückschneidet. Diese Tätigkeit macht durchaus Sinn und die Rosen werden die Mühe mit einer reichen zweiten Blüte danken.